Bandinfos
Keine Lust alles durchzulesen? Hier gibt es ein Video!
Adolar
2009 waren ADOLAR ganz kurzfristig und eher zufällig ins Line-Up des AbiFestivals gerutscht. Zu der Zeit war ihre “Planet Rapidia” EP und der mittlerweile bekannte Song “Mariokart Vs Kettcar” gerade aktuell und niemand wusste so recht, was man von den vier Jungs aus dem Osten zu erwarten hatte. VIOSIONS- und VICE Magazine versprachen zwar so einiges, aber in Lingen macht man sich lieber ein eigenes Bild. Ja,… und nach ADOLAR’s Auftritt war dann schnell klar, dass diese Band so schnell wie möglich wiederkommen muss.
Im Frühjahr 2009, kommt die erste EP „Planet Rapidia“ (7inch) in die Plattenläden. Nach vier weiteren Konzerten mit Captain Planet stellen sich ADOLAR ihre erste eigene Tour zusammen. Zu dem Song „Mariokart vs Kettcar“ wird ein Musikvideo veröffentlicht, das es bei MYSPACE auf Anhieb in die „Videos der Woche“ schafft und in den folgenden Monaten auf vielen weiteren Internetsendern vorgestellt wird. Musikmagazine, Fanzines, Studentenradios und auch ein paar größere Sender machen auf ADOLAR aufmerksam.
Bereits Anfang Juni wird dann im Online-Blog von unterm durchschnitt das „Sold Out“ der ersten „Planet Rapidia“ Auflage bekannt gegeben. Eine absolut frische Indie-Band verkauft in drei Monaten 500 Vinyl(!) Singles. Im Jahrzehnt des illegalen Downloads gar nicht übel. ADOLAR sind 2010 also wieder am Start. Sie haben sich in den letzten Monaten so richtig den Arsch abgespielt; sind durch jede Ecke Deutschlands gekurvt und bespielten sogar England, Frankreich, Tschechien, Österreich und die Schweiz. Live-Stärke und Trinkfestigkeit wurden also nochmal gesteigert und das Debut-Album, welches auf den Namen “Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!” hört, eingespielt und veröffentlicht.
Wie “Captain Planet” sind auch ADOLAR ein Familienmitglied vom UNTERM DURCHSCHNITT Label, das momentan sowieso eine grandiose Indie-Platte nach der anderen auf den Markt spuckt. Das wird einfach super!
Zur Jahreswende reißen sie ihren alten Proberaum in der einst heimatlichen Provinz ein, schlagen die Überreste kurz und klein; alles Fassbare fliegt in den Container, Handschuhe aus, schnell ins Auto und 2010 – Debut-Album, weitere Konzerte!
Frohes Neues Jahr…
www.adolarband.de
myspace.com/adolarband
lastfm.de/music/adolar
Augustin
Jonas, Patrick, Henning und Richard – Das sind die vier Mitglieder der Indie-Rock-Band „Augustin“.
Seit der Gründung, die ca. im Jahr 2005/2006 einzuordnen ist, war es bis zu ihrem ersten Auftritt sehr still um die Band. Nachdem anfangs nur gecovert wurde, beschlossen die Mitglieder ihre ersten selbst geschriebenen Songs zum ersten Mal einem Publikum zu präsentieren. Dazu nahmen sie im Oktober 2009 an einem Bandcontest im
Alten Schlachthof in Lingen teil, den die Vier völlig überraschend gewannen.
Seitdem arbeiten sie weiterhin an ihrer Bühnenpräsenz und nutzten den gewonnenen Studioaufenthalt zur Aufnahme
ihres ersten Albums. Der Musikstil der Band entstand durch Einflüsse vieler Bands, wie zum Beispiel den „Arctic Monkeys“ oder „Queens of the Stone Age“.
So entwickelte sich der heutige Sound, der wohl einzigen Band in Lingen, die auch nach knapp vier Jahren
Bandgeschichte immer noch im heimischen Wohnzimmer probt, schreibt und das Musik machen genießt!
Bonaparte
Schweiss tropft von den Wänden, Menschen mit Dreispitz-Papierhüten rufen “Anti Anti!”, Mädchen ziehen sich beim
Stagediving blaue Flecken zu, Tänzerinnen üben den burlesquen Beinaufschlag, eine maskierte, halbnackte Band spielt mit teuflischer Dringlichkeit, alles steht unter Strom, die Revolution ist ausgebrochen. Oder – „do you want to party with the BONAPARTE !?!“
Ende 2006 in Barcelona als Idee geboren und in Berlin grossgezogen, entwickelte sich die Hedonistentruppe um den Schweizer Vagabunden mit dem schwarzen Auge zu einem der angesagtesten Geheimtipps des Berliner Underground, spielte von Neuseeland bis zum altehrwürdigen Montreux Jazz-Punk Festival, von der illegalen Party unterm Alexanderplatz bis zur Afterhour am Technorave oder auch mal für Quentin Tarantino persönlich. BONAPARTE erobert und bricht nach alter Manier Herzen und Hüften – Abend für Abend.
Auf Kreuzzügen rund um den Erdball ist BONAPARTE zu einem bunten Haufen aus alten Freunden und zufällig am Wegesrand Aufgesammelten herangewachsen: Ein demokratisches Kollektiv mit einem kleinen, verrückten Diktator an der Spitze. Auf textlicher Ebene wird aus allen Ecken geschossen, zwischen den Zeilen bleiben wenig Federn an den Hühnern und doch ist unterm Strich immer Party angesagt. In Pop-Songform gepackter energetischer Elektropunk mit einer ordentlichen Prise Verrücktheit. Der BONAPARTE CIRCUS kämpft mit zwei Bataillons: Zum einen wäre da die kaiserliche Hofkapelle geführt von L’Empereur Bonaparte mit Grenadier Zachov (low things), Cannonier Beaux-Art (loud things) und dem Nebenbuhler Caesar (butler playing two keys only). Zum andern aus Neurosenplantagen entflohene Artisten wie unter anderem Polka Verdi (burlesque & being late), Tosh Monster (sticks & beeps), Zora La Viperine (fire & seduction), Katharsus (ghost & circus pimp), Vasy Mouton (actually a boxing goat). Man könnte auch sagen, BONAPARTE kommt aus Deutschland, Frankreich, Schweiz, Neu Seeland, Oesterreich, Polen, Panama und Brazilien aber klingt irgendwie nach etwas anderem. „you know tolstoy, I know playboy, you know politics, I know party chicks you know too much, too much, too much, too much, too much…“
www.bonaparte.cc
myspace.com/bonaparte
lastfm.de/music/Bonaparte
Bratze
„Korrektur nach Unten“ steht für die Reduzierung nach innen. Die Deutlichkeit der Ausgabe. Die Referenz vor dem Abbruch. Das haptische Erleben von Angst und Wut. Für das Komprimieren der Alltagsmechanismen auf reine Notwendigkeiten. Die Gleichheit im Dunkeln. Im Sog der Krise. „Korrektur nach Unten“ steht aber auch für Abwendung von Verantwortung. Für das Niederbrennen von Relikten. Die Empörung am Wiederaufbau. Für die Entleerung der dialektischen Gewichtigkeit. Für das Fiasko am Versuch des Mensch sein. „ Das ist keine Bewegung, wir passen da nicht rein! “ ,heißt es im Eröffnungsstück und damit hat die Band eines ihrer wichtigsten Merkmale ausgedrückt. Die Verweigerung an jede Form einer Festlegung. Eine Ansage zur Absage. Das Versagen am Konzept. Das Auflehnen gegen den Entwurf. Bratze setzen sich Kronen auf, die sie nie besessen haben oder besitzen wollten. Die Enttäuschung vom Abseits, der Langeweile vom Dagegen sein. Die geschmacklose Suche nach Beweisen in der Musik. Die Konfektion im Unterton. Das Bestechen durch Unbeständigkeit. Bratze lassen sich das Singen nicht verbieten. Sie sind die, die hier nicht hingehören, die, die nichts einbringen, die, die nichts abbekommen. Sie sind die, die sich nicht abholen. Bratze sind und bleiben immer noch Der Tante Renate, bürgerlich Norman Kolodziej und ClickClickDecker, bürgerlich Kevin Hamann. Sie machen immer noch alles selbst. Fahren immer noch in ihrem kleinen PKW von Ort zu Ort. Spielen immer noch auf den gleichen Brettern. Haben immer noch denselben Antrieb. Tragen immer noch dieselben Frisuren und vermeiden immer noch den Anspruch an sich selbst. Bratze haben immer noch nichts weiter zu sagen.
www.bratze.eu
myspace.com/bratzebratze
lastfm.de/music/Bratze
Bravour
Ja, “Bravour”, wie kann man die am Besten beschreiben?
Im Kern sind es 2 bzw. 3 durchaus noch junge Künstler die sich entschlossen haben auch einen Beitrag zur Rap-Musik zu liefern.
Dieser sah am Anfang so aus, dass man sich einen Beat geschnappt hat und n Text drauf geschrieben hat.
Durch eine Partylaune wurde dann eine Band zur Unterstützung kreiert und seitdem tritt “Bravour” eigentlich regelmäßig mit dem Bandensemble auf, welches aus 2 Saxophonen, Posaune , Keyboard ,Bassgitarre und Schlagzeug besteht und somit regelmäßig den Massen Schweißflecken unter die Arme zaubert.
Jeder der Bock hat mal was zu hören, sollte einfach öfter mal unsere Termine auschecken und vorbeikommen! Seid sicher, es werden genug zusammenkommen! Durchaus auch im Raum Bielefeld.
Aufnahmen mit der Band werden folgen!
Also, kommt vorbei, feiert und geht wieder verschwitzt nach Hause!
Captain Planet
Captain Planet…das ist doch eine Zeichentrickserie? Richtig, aber seit 2003 gibt es auch Jan Arne, Sebastian, Marco und Benni, die unter diesem Namen zusammen Musik machen. Das Ergebnis ist deutscher Punk-Rock.
Captain Planet gründet sich 2003 und macht noch im selben Jahr erste Aufnahmen. Nach mehreren Demo Tapes werden Captain Planet 2004 schließlich spontan nach einem Konzert von dem Label Unterm Durchschnitt gesignt.
Die erste EP „Unterm Pflaster, der Strand“ und die erste Tour folgen 2005, das Debütalbum der Hamburger heißt “Wasser kommt Wasser geht” und erschien 2007. Darauf folgt eine erneute Tour. Im Herbst 2009 veröffentlichten sie ihr zweites Album “Inselwissen”.
www.captain-pla.net
myspace.com/captainmeincaptain
lastfm.de/music/Captain+Planet
Creme Fresh
Durch die gemeinsame Leidenschaft für Graffiti und Rapmusik laufen sich die drei Teenager bald über den Weg. Beeindruckt vom gegenseitigen Können beschließen sie zusammen Musik zu machen. Die neue Band wird auf CREME FRESH getauft. 2003 wird das Demotape „Queerbeat“ veröffentlicht.
Seitdem wurde ununterbrochen gemacht. Die Crew begann die Münchner Rapszene aufzumischen und stieß überall auf positive Resonanz. KENO und FATONI gewannen zwischen 2002 und 2005 fast jedes Freestylebattle Münchens und standen sich sogar mehrere Male im Finale gegenüber. 2005 veröffentlichten CREME FRESH komplett im Alleingang, ohne Label und Vertrieb, ihr Debutalbum „Frische Spuren“. Das „Juice-Magazin“ kürte das Werk damals kurzerhand zum „Demo des Monats“. Die „Süddeutsche Zeitung“ setzte noch einen drauf als sie CREME FRESH zum „Hoffnungsträger des Jahres 2006“ erklärte.
Im Februar 2007 waren CREME FRESH auf der „Blumentopf Musikmaschine Tour II“ als Support dabei. Zu diesem Anlass releasten sie die EP „Baustelle“. Im Juni 2007 wurde ihr zweites Album „Hast Du Feuer?!“ über das Münchner Label „58 Beats“ veröffentlicht. Die Platte war wieder ein großer Schritt nach vorne: Mehrere Songs schafften es bei Radiostationen in die Rotation, Musikportale im Internet feierten „Hast du Feuer?!“ als „Platte des Jahres“ und Das „Juice-Magazin“ schrieb: „Da kommt noch Großes auf uns zu“.
Mit dieser Platte im Gepäck, ging es im September darauf erneut zwei Wochen auf Tour, diesmal mit den Oldschool-Legenden von „Main Concept“. Bis heute spielten die Jungs über 200 Shows. Von großen Konzerthallen über Bars mit Tresen statt Bühne, bis zum verranzten Kellerloch haben sie jede Location gerockt, die man sich vorstellen kann.
Live überzeugen CREME FRESH immer. Statt einfach Track an Track zu hängen, liefern sie eine durchgeplante, interaktive Bühnenshow mit allen Extras. BUSTLAS Musik ist viel zu abwechslungsreich um nur da zu stehen und mit dem Kopf zu nicken. Und natürlich gibt es wieder eine neue Platte! Das neue Album „ORGANISIERTES ZERBRECHEN“, steht in den Startlöchern und wird Anfang 2010 eure Anlagen in Schutt und Asche legen.
Kommt mit oder geht aus dem Weg! Wir müssen da durch!
www.creme-fresh-crew.de
myspace.com/cremefreshcrew
lastfm.de/music/Creme+Fresh
The Dashwoods
The Dashwoods entsprangen im Januar 2008 einem in ihrer Heimat Zeven sehr angesagten Comic.
Anfangs bestand die Band aus Niels Dashwood (Bass), Daniela Dashwood (Gesang, Gitarre) und Antoine Dashwood (Schlagzeug). Nach einigen Wochen komplettierten Göran Dashwood (Klavier) und Philipp Dashwood (Gitarre) die musikalische Familie. In dieser Konstellation erspielte sich die Band 2008 lokal einen Namen, um sich dann in 2009 zudem überregional (u.a. als Support der Trashmonkeys) zu präsentieren.
The Dashwoods verbinden u.a. Innovation und Spielfreude. Die Medien haben es bisher jedoch nicht geschafft, die verschiedenen Attribute in eine passende Schublade zu pressen. Auch Musiker- /Business-Kollegen urteilten sehr vielfältig.
The Dashwoods generieren feinsten Indie-Pop, der diverse Einflüsse integriert (z.B. The XX, Fotos, Foals, The B 52’s), aber nicht so glatt ist, dass es langweilig wird. Etwas Sand im Getriebe sorgt für die nötige Reibung. Zur Zeit befindet sich die Band auf ihrer zweiten kleinen bundesweiten Gastspielreise, der loony bin Tour 2010, in deren Verlauf Festivalauftritte (Bootrock 2010 Bremen)
www.thedashwoods.de
myspace.com/thedashwoods
lastfm.de/music/The+Dashwoods
Der Fall Böse
Wo früher noch Horden von Gastmusikern mit eigenartigen Instrumenten im Aufenthaltsraum des „off ya tree-Studios“ anzutreffen waren, hörte man diesmal hauptsächlich laute Gitarren-Riffs und wütende Hooklines durch die Boxen dröhnen.
„Treibstoff“ ist eindeutig aggressiver und weniger verspielt als seine Vorgänger. Es wird gerappt, gesungen, geschrien. Die Titel sind kürzer und auf den Punkt. Eher Rock als Funk, eher Led Zeppelin als James Brown. Einiges ist passiert in den letzten 3 Jahren seit der Veröffentlichung des Vorgängers „Hochverrat“, der nicht nur in der Regionalen Presse auf vielseitiges Interesse stiess. Die TV+Kino Spots einer Flensburger Brauerei, sowie die Verwertung einiger Titel im Hamburger Szene-Kinofilm „Süperseks“ (Peter Lohmeyer u.a), waren erst der Anfang. Darauf folgten zahlreiche Compilations, Radioeinsätze und ca 150 Live Auftritte in Clubs und auf Festivals. Die Wege führten auf Einladung u.a. nach Paris zu ARTE France für einen Auftritt in der Sendung „La Nuit“ und in 2007 sogar bis ans andere Ende der Welt nach Australien. Die gesamte Tour wurde von einem deutschen Kamerateam begleitet und somit jede Minute und jeder der über 8000 Kilometer durch Australien in einem viel zu kleinen Bus digital festgehalten. Der Tourfilm steht ebenfalls kurz vor der Fertigstellung. (Regie: Roman Schaible / Kamera: Timo Schwarz). Am 26.September erscheint nun die neue Platte der gnadenlosen Sieben. Der Fall Böse hat sich weiterentwickelt, sie sind NOCH besser geworden.
www.derfallboese.de
myspace.com/derfallboese
lastfm.de/music/Der+Fall+Böse
From Sorrow To Serenity
Im September 2008 brachte From Sorrow To Serenity die Liebe zu Lärm und Geschrei zueinander, und so begannen Sie, dieses Gemisch gemeinsam zu produzieren. Durch die zwei “Sänger”, wodurch Sie glücklicherweise die Möglichkeit haben, statt monotonem Dauergeschrei einen wütenden Mix aus Schreien und Grunzen einzusetzen!
Ghost of Tom Joad
Ghost of Tom Joad spannen auf ihrem zweiten Album „Matterhorn“ einen breiten Referenzrahmen. Es geht um existentielle Erfahrungen, deren Ursache eine Idee war, ein nicht näher bestimmbarer Impuls. Neben dem vielsagenden Songtitel „Into The Wild“ finden wir auf „Matterhorn“ „The Body of Lord Francis Douglas“.
Er war Bergsteiger, verunglückte am Matterhorn – sein Körper wurde nie gefunden. Auch deshalb bezeichnet Jon Krakauer das Bergsteigen als Triumph über die Vernunft. Der Alpinist tut etwas, das aus seiner Sicht einfach getan werden muss. Weil es nicht anders geht. Weil er ein Getriebener ist. Ebendieser ruhelose Antrieb, eine permanente Überspanntheit, findet sich auf „Matterhorn“ wieder. Gerade weil das Album wirkt, als sei es vom ersten bis zum letzten Ton von derselben Motivation angeschoben, verwischen die Grenzen zwischen den Liedern. Es ist, als habe man es hier mit einem regelrechten Monolithen zu tun. Etwas, das nur in einem Stück begriffen werden kann, weil es auch in einem Stück erschaffen, erdacht und gefühlt wurde. Eine geschlossene Ästhetik, die nicht gemacht, sondern getrieben ist. „Matterhorn“ klingt also wie etwas, das raus musste. Aber kommt hier wieder die Selbsttherapie ins Spiel? Sollte vielleicht sogar ein kathartischer Effekt erzielt werden?
Diese Fragen müssen unbeantwortet bleiben. Wir können nur feststellen, dass „Matterhorn“ von einer besonderen Direktheit zeugt. Von dieser unumwundenen Verbindung zwischen Empfindung und Musik. Die Motivation war da, „es gab da diese merkwürdige Stimmung“, werden sie vielleicht sagen, und „wir mussten es einfach los werden“. Wie Jon Krakauer es sich von der Seele schreiben wollte, wie der Bergsteiger einem Drang folgt. Ghost of Tom Joad machen diese Musik nicht, weil sie sich im Spiegel der anderen wachsen sehen wollen. Sie machen Musik, weil sie Musik machen müssen. Diese Selbstzweckhaftigkeit ist sehr selten dieser Tage. (T: O. Koch)
www.ghostoftomjoad.de
myspace.com/welovetomjoad
lastfm.de/music/Ghost+of+Tom+Joad
Jupiter Jones
Nach der Bandgründung auf einer Party in der Eifel im Jahr 2002 waren die ersten Songs im Proberaum schnell aufgenommen. Das Demo, deren Songs kostenlos auf die Webseite gestellt und seitdem mehr als 120.000 mal gedownloadet wurden, machte ein Jahr später die erste Tour durch Deutschland möglich.
Dass von nun an regelmäßig gereist werden würde, war erhofft und spätestens nach den nächsten Touren Gewissheit. Zu diesem Zeitpunkt steht der Zähler auf 300 Clubshows und Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Konzerte ermöglichten den Aufbau eines deutschlandweiten JJ- StreetTeams, in dem sich nun über 800 junge, durchaus zum Wahnsinn neigende Menschen angesammelt haben.
Zusätzlich war es Jupiter Jones vergönnt, in Zusammenarbeit mit dem Goethe- Institut eine zehntägige Tour in Bulgarien und einen Festivalauftritt in Ankara vor knapp 7.000 äußerst freundlichen Studenten zu erleben.
Bisher haben sie ein Demo, eine EP, 2 Alben und eine DVD/CD- Box veröffentlicht. Letztere beinhaltet die visuelle und akustische Dokumentation eines Unplugged- Konzerts aus dem Winter 2007, wobei die Band die Produktion selbst durchführte. Wie auch alle weiteren Veröffentlichungen seit jenem Jahr erschien die Box über das bandeigene Label mit Sitz in Hamburg. Das Jahr 2009 bringt für Jupiter Jones die Veröffentlichung einer Maxi-Single im Frühjahr und anschließend ab 22.05.2009 das neue Album “Holiday in Catatonia”, das Wolfgang Stach im Maarwegstudio 2 in Köln produzierte. Mittlerweile hat sich die Band verteilt und an strategischen Knotenpunkten der deutschen Musiklandschaft angesiedelt: Hamburg, Koblenz, Eifel.
www.jupiter-jones.de
myspace.com/jupiterjones
lastfm.de/music/Jupiter+Jones
Manko Nova
ihre Musik leben, wenn sie auf der Bühne stehen und die auch dann weiter wunderbare Musik machen werden, wenn ihnen schon längst niemand mehr zuhört.
Die Lichter erlöschen. Zwei Buchstaben glühen auf der Bühne. Die Schemen der fünf Musiker legen sich über das Publikum. Und sobald die Szenerie entbrennt , frieren sie sogleich den Moment ein, denn sie führen scheinbar unbewusst weiter, was sie lieben und womit sie aufwuchsen. Sie veredeln jeden Gedanken in Liedern, die sich, wie sie sagen, nie vollständig, nur verstellt, auf CD bannen ließen.
Die nun 5-köpfige Band Manko Nova aus Bad Bentheim spielt Songs, die pur und ehrlich sind. Sie schaffen Momente von zeitlosem Ungestüm und beseelter Melancholie. Unberechenbar, experimentell und melodiös verbergen sich die Höhepunkte der Musik überall dort, wo man sie nicht erwartet.
Nachdem der letzte atemlose Moment vorübergezogen ist und der letzte Takt verebbt, sind es die Schemen, die noch immer beben. Als würden ihre Instrumente nach der Show von ihren Marionettenstricken befreit bäumen sie sich ein letztes Mal auf und drohen in den Händen der Musiker zu zerbersten.
Dann fluten die Lichter den Saal.
Die Musiker sind schon längst verschwunden.
Das was sie hinterlassen, ist nichts weiter als eine verstörende Atmosphäre aus Geräuschen, Chaos und gebannten Menschen.
Was bleibt ist die Sehnsucht und der Durst.
Das schlimmste Gefühl.
Die elementarste Sucht.
www.mankonova.com
myspace.com/mankonova
lastfm.de/music/Manko+Nova
Mikroboy
Mikroboy sind angetreten, um mehr Leidenschaft, Ehrlichkeit und Emotionalität in die heimische Popwelt zu bringen. Bei Michi Ludes, Dominik Müller, Anneli Bentler und Kai Steffen Müller trifft mal sanftleiser, mal hymnisch-lauter deutschsprachiger Gitarrenpop auf pluckernde Laptopverzierungen und große Klaviermelodien. Und über alldem schwebt Michi Ludes´ Stimme, die wie die perfekte Vertonung des Wortes Melancholie klingt. In Verbindung mit seinen großartigen wie ehrlichen Texten schmerzt einem da schnell das Herz vor Glück. Nach über 80 Auftritten auf deutschen Bühnen und der EP „Bis zum Ende“ haben sich Mikroboy Zeit gelassen, um mit Produzent Swen Meyer das bestmögliche Debüt hinzulegen. „Zu wissen, dass man jetzt mit seinem Album in eine große Öffentlichkeit tritt, ist ungemein spannend“, freut sich Ludes. Und hat diese Neugier auch gleich vertont. In „Nichts ist umsonst, singt er: „Denn nur wer weiß, wohin er will und was er kann, der kann auch schaffen, was die Welt von ihm verlangt.“ Was sie können und wohin sie wollen, zeigen Mikroboy mit ihrem Album „Nennt es, wie Ihr wollt“ eindrucksvoll – der Brückenschlag von Independent zu Pop folgt ihrer einmaligen Sensibilität.
myspace.com/mikroboy
lastfm.de/music/mikroboy
Miyagi
Miyagi ist einer jener Namen, die man gerade als mit allzu vielen Bandnamen konfrontierter Horst aus der schreibenden Zunft als “eher unpraktisch” einstufen könnte. Direkte Assoziationen kommen nicht, es sei denn, man ist regelmäßig in Japan zu Erkundungsreisen unterwegs. Somit braucht es möglicherweise einige Zeit, bis man sich den Namen problemlos merken kann.
Hingegen kommen Miyagi auf musikalischer Ebene ohne Umschweife auf den Punkt- an Eingängigkeit lassen die zehn Lieder ihres Albums “Hydraulic Son” (Richard-Mohlmann-Records/Indigo) nicht zu wünschen übrig. Und auch, wenn das musikalische Wirkungsfeld der Band klar abgesteckt ist, an Dynamik und Vielschichtigkeit sucht “Hydraulic Son” – gerade, da es nach nur zwei selbstveröffentlichten EPs das Debut des Quintetts ist – tatsächlich seinesgleichen.
Ein discotaugliches Schlagzeug, spinnenbeinige Gitarren, die sich auch mal ohne Umschweife an einem angesurften Lauf entlanghangeln, ein Bass, der sich in angenehmer Hektik durch die Songs fuhrwerkt und Stefan Matysiks leicht verdunkelter Gesang, der sich auch mal in höhere Gefilde schraubt, sind die Mittel dieser Band, die bemerkenswert genau weiß, was sie da gerade anstellt. Zwischen Dischord und Discothek, Cure und Interpol ist Miyagi ein wirklich beachtlich homogenes und durchweg hochwertiges Album gelungen, das aus verdreckten Proberäumen mit dürren Männern in industriellen Vorstädten Britanniens ebenso stammen könnte wie direkt aus feuchten Kellern mit Männern mit wirrem Haupthaar, dort neben den U-Bahnschächten Brooklyns. Miyagi aber stammen aus Münster, der Fahrradhauptstadt Deutschlands, wo sie sich durch unermüdliches Live-Dasein bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erspielt haben, der ihnen für den Rest des Landes, ach: der Welt auch sehr gut zu Gesicht stünde.
Es ist sicherlich leicht, Miyagi im Zusammenhang mit Bands mit großen Namen zu nennen, weswegen es hier unterlassen sei, denn letztlich definieren sie einen durchaus eigenen Sound, der zwar zweifelsohne eklektisch, nie aber trübes Abbild ist. Der Elektro-Disko wird jedoch kurzerhand das Dach abgehoben, der Indie-Rock hingegen auf die Tanzfläche gezerrt, und die wehmütigen Balladen kommen genau dann, wenn man sie nicht erwartet und somit zum richtigen Zeitpunkt.
Man sollte “Hydraulic Son” einige Durchläufe zugestehen, denn gerade weil die Band sich offenbar wenig für den nächsten großen Namen auf den bunten Titelblättern interessiert, klingt sie überaus zeitgemäß – was ihnen nicht zum Verhängnis!werden soll. Sie selbst bringen ohnehin alles Wichtige an ihrer Band am besten auf den Punkt: “We are from Muenster. We make music.”.
(T: R. Engler)
www.miyagi-music.de
myspace.com/miyagimusik
lastfm.de/music/Miyagi
[pa’jelliks]
So wie der Name lässt auch die Musik der beiden Gitarristen Julian Hartke und Paul Rahden genug Freiraum für Fantasie. Nach diversen Bandprojekten entschließen sich die zwei Musiker allein gemütliche und entspannte Clubmusik zu machen. Ohne groß nachzudenken entstehen hierbei stetig neue Songs, die Atmosphäre schaffen, wobei das jahrelange Zusammenspiel der Beiden eine unverwechselbare Harmonie der Gitarren und des Gesangs erzeugt. Die charmante Art der Musiker bildet mit der Atmosphäre der kleinen Clubs Stunden zum Wohlfühlen und Relaxen. Alles ist echt.
Rantanplan
Rantanplan gelten als DIE Skapunkband in Deutschland schlechthin. Die Konzerte sind berüchtigt und machen die Revolution tanzbar. Die Band spielt tolle Shows, die oft länger als zwei Stunden dauern und die Jungs an dem Rand der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Im Publikum skanken und feiern Anhänger unterschiedlichster Subkulturen fröhlich nebeneinander.
Eins ist sicher: Der Band gehört DER Platz zwischen den Stühlen und den gibt dieses Hamburger Rudel so schnell nicht wieder her! Mit einem freundlich-grimmigem Augenzwinkern begegnen Rantanplan auch weiterhin allen “DAS ist doch kein Punk” – “DAS ist doch kein Ska” – Unkenrufen und stemmen sich gegen den Trend der Verabreichung Schubladen-kompatibler Musik-Häppchen an eine Hörerschaft, die zuletzt sich selber traut.
www.rantanplan.de.ms
myspace.com/rantanplan
lastfm.de/music/Rantanplan
Smokey Joe
Wir machen Druck! Dickes Brett und drei Bläser sorgen für Ska der derberen Sorte, der einfach Spaß macht. Aber hört am besten selbst oder feiert direkt live mit.
www.smokeyjoe.de
myspace.com/smokeyjoerockers
lastfm.de/music/Smokey+Joe
Supershirt
Supershirt – die ehemals wohlhabenden Ackerdemiker und Hotelerben aus dem flachen Mecklenburg sind dank Debutalbum und fieser Krise im Jahr 2009 angekommen und bettelarm: Kein Geld für Sprit, kein Geld für Essen, kein Geld für richtige Instrumente.
Erholung bietet nur das zeitweise Touren, denn unterwegs gibt es warme Betten und kühle Biere, heiße Herzen und kalte Platten. Nach den Konzerten wird das Catering verstaut und zurück ins erbarmungslose Berlin geschleppt, in die Skinner-Boxen, in denen Faxe System und Tim Brenner hausen. In diesen Kokelhöhlen feilen sie an ihrer Musik – doch die ist hart, wie die Stadt und die Feile stumpf. Die Rechner kommen vom Sperrmüll, der Strom wird beim Nachbarn gezapft – drückende Bässe gegen drückende Stimmung. Die Beats sagen „Lass den Frust im Club ab“, die Texte postulieren die neue Ernsthaftigkeit auf dem Dancefloor, doch die Hintertür steht weit auf. Supershirt sind bereit, den Aggregatszustand zu wechseln. Sie stehen mit ihrem zweiten Album „8000 Mark“ vor der Tür und rufen „Bitte tretet sie ein!“.
www.halbehemden.de
myspace.com/supershirt
lastfm.de/music/Supershirt
Hate Embraced
Hate Embraced ist eine 5-köpfige Death Metal / Thrash / Hardcore Band aus Sögel (Niedersachsen). Gegründet wurde die Band Ende des Jahres 2007 von Flow (Drums), Christoph (Guitar), Bernhard (Guitar), Kim (Bass) und André (Vocals). Kim und Bernhard jedoch verließen aus persönlichen Gründen die Band nach den ersten Aufnahmen bei Rockbooth Recording im Dezember 2007. Im Januar 2008 übernahm Wattkes dann den Part am Bass und Mitte Juni 2008 trat Patrick als zweiter Gitarrist der Gruppe bei. Zwei Monate später, im August 2008, begab sich Hate Embraced ein weiteres Mal zu Rockbooth Recording um ihre erste 8-Track-CD „Escalated“ aufzunehmen. Nach zahlreichen Auftritten Anfang des Jahres wurde Mitte 2009 die EP “Here Comes The Storm” von Christian Schwarz produziert. Kurz danach entschied Patrick sich dafür, die Band zu verlassen und wurde daraufhin von Alexander Petri Anfang 2010 ersetzt.
Videoclub
das sagen wir -videoclub sind multilinguale hedonisten und machen musik für bauch, beine und kopf. ob „mathpopcore meets moustache“ oder „sounds of animals fighting“ – nenn es, wie du magst. seit der gründung im frühling 2007 haben wir zwei eps in eigenregie produziert und zahlreiche konzerte gespielt, darunter shows mit biffy clyro, disco ensemble, friska viljor, herrenmagazin, juri gagarin, malajube, muff potter und phoenix, wie auch gigs bei namhaften festivals (rock am ring, hurricane, melt!). 2010 werden wir unser debütalbum „mar de dirac“ veröffentlichen, das in den kommenden monaten aufgenommen wird. live ist der beweis – darum ist es uns wichtig, auch in zukunft auf vielen bühnen zu stehen.
www.thisisthevideoclub.net
myspace.com/thisisthevideoclub
lastfm.de/music/Videoclub


























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